Erinnerungsstele für Clemens und Minna Becker

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Eine Stele vor dem „KastanienHaus am Wall“ erinnert von nun an an das bewundernswerte öffentliche Wirken von Clemens und Minna Becker. Es ist ein Verdienst von Manfred Behrend und des AWO-Ortsvereins, dass ihr politisches und soziales Wirken aus dem langjährigen Schatten heraustritt, betonte auch Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, bevor er mit Manfred Behrend zusammen die Umhüllung der Stele öffnete.

Clemens Becker initiierte die Gründung der AWO in Lemgo im Jahre 1926 mit einem öffentlichen „Bunten Abend“. Manfred Behrend erinnerte daran, dass das Märchen vom Aschenbrödel  dabei angesprochen wurde mit dem Hinweis, dass es zur damaligen Zeit Aschenbrödel ohne Zahl gab, „denen aber kein Zauberer hilft, sondern die in ihrer schwierigen Lebenssituation von hilfsbereiten Menschen unterstützt werden müssen“. Clemens Beckers drückte es so aus: „Wir können nicht selber satt sein und Kleidung haben, während andere hungern und frieren, darum gebt gleich, gebt freudig, gebt reichlich.“ Diese Worte bestimmten sein Handeln und kennzeichneten die Ziele der Arbeiterwohlfahrt, betonte Manfred Behrend.

Mehr über die Erinnerungen an Clemens und Minna Becker.


Lemgoerinnen tanzen gegen Gewalt an Frauen

„Das war ein beeindruckendes Erlebnis“, fasste Petra Junghans am Ende der Veranstaltung „One Billion Rising“ vor dem „KastanienHaus am Wall“ den Eindruck vieler Teilnehmerinnen zusammen. Es ging am Valentinstag auch in Lemgo – insgesamt an vielen Orten in 200 Ländern – um eine Demonstration gegen die in aller Welt weit verbreitete Gewalt gegen Mädchen und Frauen.

Die vielen Teilnehmerinnen auf dem Wall vor dem KastanienHaus tanzten zu dem Lied „Spreng die Ketten“. Viele Rednerinnen erklärten, warum ihnen die Teilnahme wichtig ist. Celine und Jannike von der Karla-Raveh-Gesamtschule machten deutlich, dass alle Schichten betroffen seien, Gerda Illmann beschrieb die Betroffenheit älterer Frauen und Kornelia Hänsel die von Frauen mit Behinderung. Der Blick wurde aber auch auf Situation der Frauzen in anderen Ländern gelenkt, durch Farha Hashimi zum Beispiel auf die in Afghanistan, auf die Situation in Russland dann genauso wie durch Ruben Negi auf die sexuelle Gewalt in Indien.

In der Hoffnung auf die Verbesserung dieser Verhältnisse wurde wieder gemeinsam getanzt.



Europa-Idee im Jugendzentrum

Durch das Lemgoer Jugendzentrum schwirrte die Europa-Idee. Jugendliche aus Lemgoer Schulen, aus Barntrup und Bad Salzuflen waren gekommen. „Zukunft Europa – Jugendlichen eine Stimme geben“ – so heißt das Motto des Projekts im Vorfeld der Wahlen zum Europaparlament. Jugendliche sollen ihre Vorstellungen und Ideen zu einem zukünftigen Europa deutlich machen und dies den Europa-Politiker*innen mitteilen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Dafür will die Lippische Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte sorgen.

Das geschieht vor allem über die Web-Plattform www.europa-mein-dein-unser.de. (Freigabe: 01.02.2019) Dort können Ideen ausgetauscht werden, Fragen gestellt werden, Europa-Politiker*innen können dort antworten, und die engagierten Jugendliche können auf der Website zusammenarbeiten. In drei Arbeitsgruppen wurden von den Jugendlichen viele tolle Aktionsideen entwickelt.

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Der Sinn des „Planungsworkshops“ liegt nach Überzeugung des Projektleiters Rolf Eickmeier in der Möglichkeit für Jugendliche, über Verlauf des Projekts und verschiedene Aktionen von Anfang an mitzubestimmen.

Schirmherr des Projekts ist Landrat Dr. Axel Lehmann, der die Web-Plattform symbolisch eröffnete und besonderes Interesse daran fand, dass Podcasts zusammengestellt werden können, in denen Jugendliche und Politiker*innen miteinander diskutieren.

„Ich freue mich“, dass die Europa-Idee bei Jugendlichen heute so viel Anklang gefunden hat und dass nun die Ideen des heutigen Tages weiter bearbeitet werden können“, erklärte der Vorsitzende der Lippischen Gesellschaft für Politik und Zeitgeschichte, Hermann Haack,  zum Abschluss der Veranstaltung.


Ausstellung der Kastanienhaus-Malgruppe in Detmold

Noch bis zum 19. Januar 2019 sind die Aquarelle der Malgruppe aus dem Kastanienhaus in der Stadtbibliothek Detmold (Leopoldstr. 5) zu sehen. Das Motto der Ausstellung heißt: Jahreszeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses unter der Leitung von Irena Kyeck sind erfreut über das Interesse an ihren Arbeiten und haben die Ausstellung mit viel Begeisterung und Engagement zusammengestellt.

Noch größer wäre natürlich ihre Freude, wenn es viele interessierte Austellungsbesucher und Besucherinnen aus Lemgo gäbe.

Deshalb hier die genauen Öffnungszeiten der Stadtbibliothek in der Leopoldstraße 5:

  • Di + Fr   11.00 – 14.00 Uhr, 15.00 – 18.00 Uhr
  • Mi           11.00 – 15.00 Uhr
  • Do           15.00 – 19.00 Uhr
  • Sa             10.00 – 14.00 Uhr
  • Mo              geschlossen

 


Computer selbst gebaut

Das war total beeindruckend: Im diesjährigen Mitmachprogramm wurden von den Kids im Kastanienhaus zum ersten Mal selbst Computer gebaut, und im 3-D-Drucker entstanden selbst konstruierte Kunststoff-Formen.

Unter der Anleitung von Denise Gutsche waren alle teilnehmenden Kinder total fasziniert von der Technik und von dem, was sie selbst herstellen konnten.

 

 

 


AWO im lippischen Integrationsnetzwerk

Das AWO-KastanienHaus ist seit je her Teil des Lemgoer Netzwerks zur Unterstützung von Flüchtlingen. Vor drei Jahren, auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs, fand im KastanienHaus eine öffentliche Veranstaltung statt mit dem Ziel der Koordinierung verschiedener Initiativen. So galt es, nach drei Jahren Zwischenbilanz zu ziehen.

Zu der Podiumsveranstaltung hatten eingeladen alle im Lemgoer Rat vertretenen Parteien, die Flüchtlingshilfe Lemgo, die kreisweite Initiative „Ankommen in Lippe“ sowie die Ev. Studierendengemeinde der Hochschule OWL. Im Podium diskutierten unter der Moderation von Dr. Katharina Kleine-Vennekate vom Kommunalen Integrationszerntrum Lippe Armin Schauf, Sven Heitländer vom Jobcenter Lemgo, die Schulsozialarbeiter*in Birgit Prophet und Michael Sauer, die Friseurmeisterin Havana Cavumirza und die direkt Betroffenen Muhammed Al Kandah und Saad Latif.

Durch die Schilderungen der beiden jungen Flüchtlinge konnte jeder nachvollziehen, vor welchen Hürden sie und alle anderen Geflüchteten in Deutschland standen und noch stehen. Neben den Sprachbarrieren und schwierigen sozialen Kontakten beschrieben sie die oft schwer zu durchschauenden bürokratischen Regelungen. Die Friseurmeisterin Havana Cavumirza knüpfte dort an, als sie die Probleme beschrieb, die beim Versuch entstehen, Geflüchtete einzustellen. Oft fehle auch die nötige Unterstützung der unterschiedlichen Behörden. Es gebe konkret bei allen Beteiligten eine große Unsicherheit.

Wichtig seien berufsorientierende Qualifizierung und berufsbegleitende Maßnahmen, die mit den Sprachkursen Hand in Hand gehen müssten.

Bei allem Willen zur Kooperation der Beteiligten stießen die Unterstützungs- und Integrationsabsichten zu oft an bürokratische Hürden, wurde festgestellt. Dennoch gebe es in vielen Bereichen eine positive Integrationskultur und viele Beispiele für eine konstruktive Zusammenarbeit von Geflüchteten, ehrenamtlich Engagierten und kommunalen Verwaltungen.

Die Integration von Geflüchteten bleibt eine schwierige Aufgabe. Die AWO wird weiterhin an dieser Aufgabe mitarbeiten, sei es im KastanienHaus-Begegnungszentrum oder als Teil der Initiative „Ankommen in Lippe“.


Das Alter als Chance sehen – auch mit dem Internet

„Das Alter als Chance sehen.“ Mit dieser Überzeugung engagieren sich viele Menschen in der AWO – so auch im KastanienHaus. So ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen in Deutschland 50 % der Personen ab 65 Jahren im Internet unterwegs sind, wie dem Statistischen Jahrbuch 2018 zu entnehmen ist. So ist der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer in der Generation 65 plus kontinuierlich gestiegen (2007: 19 %; 2012: 32 %). 91 % der Internetnutzerinnen und -nutzer im Rentenalter sendeten und empfingen E-Mails – ähnlich häufig wie jüngere Internetsurfer.

Bei anderen Formen der digitalen Kommunikation hielten sie sich eher zurück: Nur 21 % waren in sozialen Netzwerken aktiv. Die Informationssuche nach Waren und Dienstleistungen (86 %) und die Nutzung von Dienstleistungen rund um die Reise (64 %) standen bei den älteren Internetnutzerinnen und -nutzern hingegen höher im Kurs.

Im Lemgoer Kastanienhaus gibt es vielfältige Unterstützung für die Handhabung und Nutzung des internets und vor allem des Smartphones. „Um die Chancen zu nutzen – gerade für ältere Menschen -, kommt es darauf an, alles so einfach und so leicht wie möglich zu machen“, erklärt Rolf Eickmeier, einer der Internet-Helfer im Kastanienhaus. Auch die AWO-Website unter www.awo-lemgo.de bietet viele Informationen und praktische Hinweise. „Man muss sie nur im Alltag ganz selbstverständlich nutzen“, ergänzt Rolf Eickmeier.

Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, stellte im Rahmen der Pressekonferenz mit den obigen Zahlen zu dem Schwerpunktthema „Aktiv im Alter“ fest: „Die Generation 65 plus spielt in unserer Gesellschaft eine immer bedeutendere Rolle. Das zeigen sowohl die demografischen Grunddaten als auch die Daten zu ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Es gilt, das Alter als Chance zu sehen und die Fähigkeiten dieser Generation weiter zu nutzen und zu fördern.“


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