Erlebnisreiche Fahrt ins Alte Land

MB1„Wir haben heute viel Interessantes erlebt, und vor allem sind wir mit einer Fülle fachkundiger Informationen versorgt worden.“ Diese Abschlussbeurteilung teilten alle Fahrtteilnehmer, als sie kurz nach 21:00 Uhr wieder nach Lemgo zurückkehrten. Um 7:30 Uhr war der FELIX-Bus mit 50 erwartungsfrohen Teilnehmern auf dem Regenstorplatz gestartet. Bereits auf der Fahrt gab es Informationen über den Landstrich, der besucht werden sollte: Das Alte Land vor den Toren Hamburgs mit den berühmten Apfelplantagen.

Die erste Station jedoch war die Alte Hansestadt Stade, schon 994 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und zum Hansehafen ausgebaut. Hier traf die Handelsstraße, die als Ochsenweg von Jütland durch Schleswig-Holstein zum Stade gegenüberliegenden Fährhafen Itzehoe verlief, auf die zwei alten Fernhandelswege Richtung Paderborn und Hannover. All dies und noch viel mehr aus Geschichte und Gegenwart erfuhren die zwei Gruppen in einer kurzweiligen Stadtführung.

MB2Doch im Mittelpunkt standen dann die Erklärungen auf dem Obsthof Bey. Er liegt vor den Toren Hamburgs, in Jork, im Herzen des Alten Landes. Der Obsthof Bey besteht seit 1900 und wird bereits in der dritten Generation von der Familie betrieben. Alle bestätigten, es war eine kurzweilige und informative Führung inmitten der großen Apfelanlagen. Es gab Informationen über Anbau, Lagerung, Vermarktung, dann auch eine Obstprobe im urigen Hofladen.
Achtzehn Apfelsorten werden angebaut, darunter den für das Alte Land typischen Holsteiner Cox. Die Ernte beginnt mit den frühen Sorten Holsteiner Cox, geht über den beliebten Elstar und endet mit dem späten Braeburn. Bis Ende Oktober wird im Alten Land noch gepflückt. Einige Sorten müssen danach noch reifen, bis sie ihren vollen Geschmack erreicht haben. Zurzeit im Blick die unbedingt notwendige vollständige Bestäubung. Die Windbestäubung reicht dafür nicht aus, so dass ganz planvoll in der Blütezeit Bienenvölker zwischen die Bäume gestellt werden, die danach von den Imkern wieder abgeholt werden.

„Während der gesamten Rundfahrt durch das Alte Land – übrigens mit kurzweiligen Geschichten, die in der traditionellen Geestländer Tracht präsentiert wurden – wurde deutlich, mit wieviel Sachverstand dafür gesorgt wird, dass wir ganzjährig schmackhafte Äpfel essen können“, erklärte Fritz Melchior.

Ein weiterer Höhepunkt auf der Busfahrt war der Vortrag des ältesten Teilnehmers, von Werner Krüger, der nicht nur in Plattdeutsch „Dat schlechte Gewetten“ von Hennak Hanke vortrug, sondern auch die „Apfel-Kantate“ von Hermann Claudius.  Die erste Strophe lautet:

„Der Apfel ist nicht gleich am Baum.
Da war erst lauter Blüte.
Da war erst lauter Blütenschaum.
Da war erst lauter Frühlingstraum
und lauter Lieb und Güte.“

Auch AWO-Ortsvereinsvorsitzender Manfred Behrend war mit dem Verlauf der Fahrt, die er in bewährter Weise mit FELIX-Reisen geplant und organisiert hatte, sehr zufrieden. Er bedankte sich ganz besonders  bei den Vogelexperten der Lemgoer Ortsgruppe des Nabu, Martin Noltekuhlmann, Ingo Briegel und Lienhard Meßling, die während der Fahrt sehr kenntnisreich auf die Besonderheiten der Vogelwelt auf der Reiseroute und im Alten Land aufmerksam gemacht hatten.

Hier einige Fotos von der Fahrt.

 

 

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