Kategorie-Archiv: KastanienHaus am Wall

AWO-Jubiläumsjahr mit vielen Aktionen

Am 13. Dezember 1919 wurde die AWO gegründet. Nun fast 100 Jahre wechselvoller Geschichte – zunächst ein Teil der SPD,  verboten und verfolgt von den Nationalsozialisten, 1946 wiedergegründet als überparteiliche und überkonfessionelle soziale Organisation. Ihre Werte sind wie eh und je: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz.

Grundpfeiler der Organisation ist die große Zahl ehrenamtlicher Mitglieder und ihre demokratische Beteiligung an allen Entscheidungen des Verbandes.  Die Zahl der sozialen Einrichtungen, die von der AWO getragen werden, nimmt beständig zu, seien es Senioreneinrichtungen und Kindergärten oder verschiedenartige soziale Beratungsstellen. Das bedeutet, auch die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten vergrößert sich immer mehr.

Im Mitgliederblatt der AWO-OWL heißt es: „Im Jubiläumsjahr 1919 wird die AWO all dies mit Stolz präsentieren. Sie fordert alle zum Mitmachen auf: Die Gliederungen und Einrichtungen vor Ort werden Feste und Tage der offenen Tür veranstalten. In Ausstellungen wird die Geschichte der AWO vorgestellt. Ein neuer Film über die AWO ist zu sehen. [ … ] Höhepunkt sind das Kinder- und Familienfest für alle am 18. Mai im Elfriede-Eilers-Zentrum in Bielefeld sowie das Dankeschön-Ferst für Mitglieder, Beschäftigte und Freiwillige am 7. September im Ringlokschuppen.

Spannend wird auch das AWO-Fest vom 30.08. – 01.09.2019 in der Dortmunder Innenstadt. Konstantin Wecker kommt. [ … ]“

Beeindruckendes drittes „Lemgoer Jugendforum“

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Zum dritten Mal gab´s in Lemgo das „Jugendforum“. Ungefähr 100 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen waren ins Jugendzentrum gekommen. Sie wollten ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge zum städtischen Leben zusammenstellen, damit die zuständigen öffentlichen Einrichtungen und die Kommunalpolitiker dies möglichst aufgreifen und umsetzen.

Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Karl-Horst Puchert eröffnete die Veranstaltung am Morgen und übergab an den Moderator Eric Flügge, der in bekannt dynamischer Weise die Jugendlichen dazu brachte, nach den zum Teil schon in den Schulen entstandenen vielfältigen Themenvorschlägen in Gruppen gemeinsam die Ideen zu konkretisieren. Dabei sollte auch immer überlegt werden, was die Jugendlichen selbst zur Verwirklichung ihrer Ideen beitragen könnten.

Schließlich bestand die Aufgabe darin, das Erarbeitete übersichtlich auf großen Plakaten zu präsentieren. Schließlich sollten am Mittag insbesondere die Vertreter von Stadtrat und Stadtverwaltung, aber auch von Stadtwerken oder Polizei überzeugt und für die Vorschläge gewonnen werden. Als fast alle Plakate fertig waren, gab´s zur Stärkung erstmal Pizza für alle.

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Ab 13:00 Uhr war dann 40 Minuten Zeit, die interessierten Gäste an den einzelnen Stationen weiter zu informieren und vielleicht auch die gemeinsame Weiterarbeit zu verabreden. Nach diesen intensiven Gesprächen konnte je ein Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen eine kurze Stellungnahme abgeben, in der er wichtige Vorschläge hervorgehoben wurden.

Dabei wurden folgende Ideen genannt: Bessere und flächendeckende Ausstattung mit freiem W-Lan, Eintrittsermäßigungen für Schülerinnen und Schüler in Einrichtungen und Veranstaltungen, „Activity-Bus“ in größere Städte, Möbel und Bewegungsgeräte auf dem Wall, verbesserte Radwege, Kunst-Grafitti an freien Wänden, neue und freie Outdoor- und Indoor-Sportmöglichkeiten, auch E-Sport-Räume, aber auch mehr Sicherheit durch Beleuchtung und Polizeikontrollen.

Diese Liste ließe sich noch weiterführen. Bemerkenswert die von vielen geäußerte Bereitschaft, selbst mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, sei es bei Müllvermeidung und mit Schülern und Schülerinnen als Busbegleiter oder beim Bau von Sitzmöbeln.

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Die anwesenden Erwachsenen waren beeindruckt von den Vorschlägen, auch von ihrer Realitätsnähe, so dass es in nächster Zeit sicher eine Reihe von Initiativen zur Verwirklichung geben wird. In der abendlichen Jugendhilfeausschusssitzung bekräftigte der Vorsitzende Karl-Horst Puchert, in Kürze mit der Weiterarbeit zu beginnen. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler werden dazu natürlich eingeladen.

Da mach ich mit

Und schon ist es wieder soweit, das neue Mitmach-Programm 2. Halbjahr 2018 ist da! Auch dieses Mal gibt es viele verschiedene Aktionen und Angebote um euch Neues zu zeigen oder Altbewährtes zu vertiefen. Petra Junghans, die Leiterin des AWO-KastanienHauses am Wall und Sven Neese, der Leiter des AWO Stadtteiltreffs Biesterberg geben einige einführende Informationen. Sie schreiben:

„Jung-Alt“ Angebote sind auch wieder dabei, die von Kindern, Jugendlichen und Senioren gleichermaßen genutzt werden können.
Die Teilnahmegebühren sind nach wie vor äußerst moderat. Falls sich jemand trotzdem die Teilnahme nicht so einfach leisten kann, dann sprecht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kastanienhauses oder des Stadtteiltreffs einfach an, wir finden bestimmt eine Lösung!

Wer den letzten Anmeldetag am 5. Oktober verpassen sollte, kann sich trotzdem im Nachhinein bei uns melden, denn vielleicht lassen sich noch Restplätze für euch finden.

Das Jugendzentrum und der Stadtteiltreff Biesterberg haben sich auf jeden Fall wieder viel Mühe gegeben, Wünsche und Anregungen zu erfüllen und damit erneut ein buntes Programm zusammengestellt.
Also, schaut hier ins Mitmach- Programmheft und meldet Euch an!

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und wünschen allen viel Spaß, Freude und spannende Erlebnisse!

Wir danken auch der Stadt Lemgo für die finanzielle Unterstützung.“

 

NRW-Landesvorsitzender der Grünen im KastanienHaus

Felix Banaszak (re.)
Foto: A. Hetland, LZ

Die Leiterin des KastanienHauses Petra Junghans und der Leiter der Abteilung Jugend und Familie bei der AWO OWL, Peter Buchmann sind erfreut, wenn auch aus dem übergeordneten Bereich der Politik konkretes Interesse am intergenerativen Konzept der Lemgoer Begegnungsstätte gezeigt wird – vor allem auch deshalb, weil der weitere Entwicklungsprozess immer auch Unterstützung braucht.

Deshalb begrüßten sie vor kurzem den Landesvorsitzenden der NRW-Grünen Felix Banaszak. Begleitet wurde er von der Ortsverbandssprecherin Tanja Kersting, vom Fraktionsvorsitzenden Burkhard Pohl sowie Kreisgeschäftsführerin Ingrid Koch und Sozialpolitikerin Gertrud Lehmann.

Petra Junghans und Peter Buchmann beschrieben, dass die Zusammenlegung von Jugendzentrum und Seniorentreff zu vielen positiven Effekten geführt habe: praktisch-organisatorisch, aber vor allem auch inhaltlich und persönlich. Die Zusammenlegung schaffe schon viele neue Begegnungen, doch sei es auch gelungen, den Jugendlichen genug Rückzugsräume zu lassen. Sie erläuterten die Chancen zu generationenübergreifenden Aktionen und Projekten. Immer wieder gebe es – manchmal auch spontan – solche Aktionen. Aber es bleibe vorrangiges Ziel, diese Möglichkeiten auszuweiten.

Felix Banaszak zeigte sich angetan: „Ich habe viele Einrichtungen in NRW besucht, aber diese Art der Miteinanders der Generationen ist einzigartig.“ Banaszak forderte mehr Augenmerk auf die Sozialpolitik: „Die Gesellschaft kann nur zusammen halten, wenn wir mehr Geld für die tägliche soziale Arbeit aufwenden.“

 

 

Bildergalerie: „Wallwoche“ hat viel Spaß gemacht

In der „Wallwoche“ herrschte vor dem KastanienHaus jeden Nachmittag ein wuseliges Treiben und mittendrin immer auch konzentriert beschäftigte Mädchen und Jungen, die in den Kreativzelten etwas malten oder bastelten. Natürlich gab´s auch ein Zelt mit Speisen, die von Jung und alt gemeinsam bereitet worden waren. Belagert auch die Hüpfburg für die Kleinen oder der Kletterbaum, an dem sich jede Anstrengung lohnte.

Jedenfalls hat es den Kindern, aber auch den Eltern und Großeltern viel Spaß gemacht. Eine Woche lang war nachmittags das KastanienHaus ein begehrtes Ziel in Lemgo.

Eindrücke aus der „Wallwoche“:

Zum Vergrößern auf ein Foto klicken – Galerie läuft dann automatisch ab.

 

Barbara Saleschs Lust auf Veränderung

Barbara Salesch erzählt im KastanienHaus aus ihrem Leben

„Barbara Salesch kenne ich gut“, erzählt eine junge Frau mit strahlendem Gesicht, „nach der Schule nachmittags um drei habe ich im Fernsehen immer die Gerichtsverhandlungen angeguckt.“ Man kann sicher sagen: Barbara Salesch hat das Rechtsbewusstsein von Jung und Alt bestimmt wesentlich geprägt. Von 2000 bis 2012 hat sie nicht weniger 2356 Fälle als Richterin in SAT I verhandelt. Eine solche Frau muss ja was zu erzählen haben, dachte sich das KastanienHaus-Team und verpflichtete Barbara Salesch für eine Lesung zu ihrem Buch „Ich liebe die Anfänge! – Von der Lust auf Veränderung“.

Zu diesen Veränderungen gehört auch, dass sie nach ihrer beruflichen und nach ihrer Fernsehkarriere Künstlerin, nämlich Malerin und Bildhauerin, geworden ist. Es macht ihr großen Spaß, ihren Enthusiasmus an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die Kinder, die während der „Wallwoche“ im Rahmen der Lemgoer Ferienspiele von Barbara Salesch zum Malen angeregt wurden, fanden toll, was so entstehen konnte. Die Einzelbilder wurden nämlich zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk zusammengefügt und im KastanienHaus aufgehängt.

Vor dieser Wand der Kinderkunstwerke saß Barbara Salesch am Abend und las vor einem natürlich dann älteren Publikum aus ihrem Buch – genauer: Sie erzählte spannende und lebendige Episoden aus ihrem Leben, die sie auch in ihrem Buch „Ich liebe die Anfänge! – Von der Lust auf Veränderung“ (Fischer-Krüger-Verlag) erwähnt. Barbara konnte witzig und pointiert erzählen und das Publikum im KastanienHaus in ihren Bann ziehen.

In ihrer schulischen und beruflichen Karriere ging sie nie einen geraden Weg, sie ließ sich immer wieder von ihrer zupackenden Spontanität leiten und verließ oft auch selbstbewusst die für eine Frau vorgesehenen Rollen. Sie ergriff oft die sich bietenden Chancen für Veränderungen. Nur so kam sie auch zu ihrer Rolle im Fernsehen und war jahrelang täglich zu sehen – mit nicht weniger als 17 000 Laien-Schauspielern. Und genau mit dieser Haltung begann sie nach ihrer Fernsehkarriere noch mal etwas Neues: Ihre große Leidenschaft ist die Kunst und sie betätigt sich als Malerin und Bildhauerin, weshalb sie ein Kunststudium an der Kunstakademie Bad Reichenhall begann.

Natürlich signiert sie „ihre“ Bücher

KastanienHaus-Leiterin Petra Junghans hob schon in ihrer Begrüßung die Bereitschaft hervor, auch im fortgeschrittenen Alter Neues zu beginnen. Dafür böte gerade auch das KastanienHaus viele Möglichkeiten. Barbara Salesch könne dabei Vorbild sein.

Ferienspiele 2018 sind eröffnet

Begrüßungsgäste. Norbert Wellmann (AWO-OWL) zweiter von rechts

Bei schönstem Sommerwetter sind vor dem KastanienHaus am Wall die Ferienspiele 2018 eröffnet worden. Der Vorsitzende des AWO-Bezirksverbands OWL begrüßte die Kinder, Eltern und die anderen Begrüßungsgäste. Er bedankte sich beim KastanienHaus-Team für die umfangreichen Vorarbeiten, so dass mehr 60 verschiedene Angebote entwickelt werden konnten. Er hob einige besonders spannende Veranstaltungen hervor und auch das Mitmach-Programm der ersten Woche, der „Wallwoche“, und lobte als Neuerung, dass am Ende Motto-Tage und Tage der offenen Tür zum Kennenlernen des Jugendzentrums stattfinden.

Für die Stadt Lemgo wünschte die stellvertretende Bürgermeisterin Veronika Sauerländer allen Kindern und Jugendlichen viel Spaß und tolle Erlebnisse. Sie bedankte sich ganz besonders bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Die KastanienHaus-Leiterin Petra Junghans hob das gelebte Miteinander von Jung und Alt in vielen der Angebote hervor und bedankte sich bei den Kooperationspartnern vom Jugend-Rote-Kreuz, den Pfadfindern und der Stiftung Eben-Ezer.

Und dann konnte es losgehen. Schnell waren die Tische mit den Kreativangeboten in den Zelten, die Schminktische, der Kletterbaum oder das Jonglierseil besetzt. Die Kleineren vergnügten sich lieber in der großen Hüpfburg.

Bildergalerie (Vergrößern durch Anklicken)

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