Beeindruckendes drittes „Lemgoer Jugendforum“

sdr

Zum dritten Mal gab´s in Lemgo das „Jugendforum“. Ungefähr 100 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen waren ins Jugendzentrum gekommen. Sie wollten ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge zum städtischen Leben zusammenstellen, damit die zuständigen öffentlichen Einrichtungen und die Kommunalpolitiker dies möglichst aufgreifen und umsetzen.

Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Karl-Horst Puchert eröffnete die Veranstaltung am Morgen und übergab an den Moderator Eric Flügge, der in bekannt dynamischer Weise die Jugendlichen dazu brachte, nach den zum Teil schon in den Schulen entstandenen vielfältigen Themenvorschlägen in Gruppen gemeinsam die Ideen zu konkretisieren. Dabei sollte auch immer überlegt werden, was die Jugendlichen selbst zur Verwirklichung ihrer Ideen beitragen könnten.

Schließlich bestand die Aufgabe darin, das Erarbeitete übersichtlich auf großen Plakaten zu präsentieren. Schließlich sollten am Mittag insbesondere die Vertreter von Stadtrat und Stadtverwaltung, aber auch von Stadtwerken oder Polizei überzeugt und für die Vorschläge gewonnen werden. Als fast alle Plakate fertig waren, gab´s zur Stärkung erstmal Pizza für alle.

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Ab 13:00 Uhr war dann 40 Minuten Zeit, die interessierten Gäste an den einzelnen Stationen weiter zu informieren und vielleicht auch die gemeinsame Weiterarbeit zu verabreden. Nach diesen intensiven Gesprächen konnte je ein Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen eine kurze Stellungnahme abgeben, in der er wichtige Vorschläge hervorgehoben wurden.

Dabei wurden folgende Ideen genannt: Bessere und flächendeckende Ausstattung mit freiem W-Lan, Eintrittsermäßigungen für Schülerinnen und Schüler in Einrichtungen und Veranstaltungen, „Activity-Bus“ in größere Städte, Möbel und Bewegungsgeräte auf dem Wall, verbesserte Radwege, Kunst-Grafitti an freien Wänden, neue und freie Outdoor- und Indoor-Sportmöglichkeiten, auch E-Sport-Räume, aber auch mehr Sicherheit durch Beleuchtung und Polizeikontrollen.

Diese Liste ließe sich noch weiterführen. Bemerkenswert die von vielen geäußerte Bereitschaft, selbst mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, sei es bei Müllvermeidung und mit Schülern und Schülerinnen als Busbegleiter oder beim Bau von Sitzmöbeln.

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Die anwesenden Erwachsenen waren beeindruckt von den Vorschlägen, auch von ihrer Realitätsnähe, so dass es in nächster Zeit sicher eine Reihe von Initiativen zur Verwirklichung geben wird. In der abendlichen Jugendhilfeausschusssitzung bekräftigte der Vorsitzende Karl-Horst Puchert, in Kürze mit der Weiterarbeit zu beginnen. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler werden dazu natürlich eingeladen.

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