AWO-Beratungszentrum Lemgo wächst

Dagmar Stenzel-Scheding (vorn Mitte)

Bereits im Jahr 2011 sind die beiden Lemgoer Beratungsstellen der AWO Lippe, die Schuldner- und Insolvenzberatung sowie die Beratungsstelle für Schwangerschaft und Familienplanung, im AWO-Beratungszentrum Lemgo in der Engelbert-Kämpfer-Straße 4 zusammengefasst worden. Nun ergänzt der AWO-Bezirksverband OWL das Angebot durch die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE).

Nach dem Ausscheiden des langjährigen AWO-Kollegen Hamza Turan mit Sitz im AWO-Stadtteiltreff Biesterberg bietet nun Dagmar Stenzel-Scheding eine wöchentliche Sprechstunde an. Zugewanderte Menschen mit gesichertem Aufenthaltsstatus erhalten dort kostenlose Information, Beratung und Begleitung in allen migrationsspezifischen Fragen, besonders zu Sprachkursen, Ausbildung und Beruf/Berufsabschlüssen, Umgang mit Behörden sowie auch zu persönlichen und familiären Angelegenheiten.

Die Sprechzeit ist jeden Freitag von 10 – 13 Uhr.

Bei Bedarf ist Frau Stenzel-Scheding auch erreichbar unter: 0151 – 141 104 76

oder unter: dagmar.stenzel-scheding@awo -owl.de


AWO-Jubiläumsjahr mit vielen Aktionen

Am 13. Dezember 1919 wurde die AWO gegründet. Nun fast 100 Jahre wechselvoller Geschichte – zunächst ein Teil der SPD,  verboten und verfolgt von den Nationalsozialisten, 1946 wiedergegründet als überparteiliche und überkonfessionelle soziale Organisation. Ihre Werte sind wie eh und je: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz.

Grundpfeiler der Organisation ist die große Zahl ehrenamtlicher Mitglieder und ihre demokratische Beteiligung an allen Entscheidungen des Verbandes.  Die Zahl der sozialen Einrichtungen, die von der AWO getragen werden, nimmt beständig zu, seien es Senioreneinrichtungen und Kindergärten oder verschiedenartige soziale Beratungsstellen. Das bedeutet, auch die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten vergrößert sich immer mehr.

Im Mitgliederblatt der AWO-OWL heißt es: „Im Jubiläumsjahr 1919 wird die AWO all dies mit Stolz präsentieren. Sie fordert alle zum Mitmachen auf: Die Gliederungen und Einrichtungen vor Ort werden Feste und Tage der offenen Tür veranstalten. In Ausstellungen wird die Geschichte der AWO vorgestellt. Ein neuer Film über die AWO ist zu sehen. [ … ] Höhepunkt sind das Kinder- und Familienfest für alle am 18. Mai im Elfriede-Eilers-Zentrum in Bielefeld sowie das Dankeschön-Ferst für Mitglieder, Beschäftigte und Freiwillige am 7. September im Ringlokschuppen.

Spannend wird auch das AWO-Fest vom 30.08. – 01.09.2019 in der Dortmunder Innenstadt. Konstantin Wecker kommt. [ … ]“


Beeindruckendes drittes „Lemgoer Jugendforum“

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Zum dritten Mal gab´s in Lemgo das „Jugendforum“. Ungefähr 100 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen waren ins Jugendzentrum gekommen. Sie wollten ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge zum städtischen Leben zusammenstellen, damit die zuständigen öffentlichen Einrichtungen und die Kommunalpolitiker dies möglichst aufgreifen und umsetzen.

Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Karl-Horst Puchert eröffnete die Veranstaltung am Morgen und übergab an den Moderator Eric Flügge, der in bekannt dynamischer Weise die Jugendlichen dazu brachte, nach den zum Teil schon in den Schulen entstandenen vielfältigen Themenvorschlägen in Gruppen gemeinsam die Ideen zu konkretisieren. Dabei sollte auch immer überlegt werden, was die Jugendlichen selbst zur Verwirklichung ihrer Ideen beitragen könnten.

Schließlich bestand die Aufgabe darin, das Erarbeitete übersichtlich auf großen Plakaten zu präsentieren. Schließlich sollten am Mittag insbesondere die Vertreter von Stadtrat und Stadtverwaltung, aber auch von Stadtwerken oder Polizei überzeugt und für die Vorschläge gewonnen werden. Als fast alle Plakate fertig waren, gab´s zur Stärkung erstmal Pizza für alle.

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Ab 13:00 Uhr war dann 40 Minuten Zeit, die interessierten Gäste an den einzelnen Stationen weiter zu informieren und vielleicht auch die gemeinsame Weiterarbeit zu verabreden. Nach diesen intensiven Gesprächen konnte je ein Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen eine kurze Stellungnahme abgeben, in der er wichtige Vorschläge hervorgehoben wurden.

Dabei wurden folgende Ideen genannt: Bessere und flächendeckende Ausstattung mit freiem W-Lan, Eintrittsermäßigungen für Schülerinnen und Schüler in Einrichtungen und Veranstaltungen, „Activity-Bus“ in größere Städte, Möbel und Bewegungsgeräte auf dem Wall, verbesserte Radwege, Kunst-Grafitti an freien Wänden, neue und freie Outdoor- und Indoor-Sportmöglichkeiten, auch E-Sport-Räume, aber auch mehr Sicherheit durch Beleuchtung und Polizeikontrollen.

Diese Liste ließe sich noch weiterführen. Bemerkenswert die von vielen geäußerte Bereitschaft, selbst mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, sei es bei Müllvermeidung und mit Schülern und Schülerinnen als Busbegleiter oder beim Bau von Sitzmöbeln.

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Die anwesenden Erwachsenen waren beeindruckt von den Vorschlägen, auch von ihrer Realitätsnähe, so dass es in nächster Zeit sicher eine Reihe von Initiativen zur Verwirklichung geben wird. In der abendlichen Jugendhilfeausschusssitzung bekräftigte der Vorsitzende Karl-Horst Puchert, in Kürze mit der Weiterarbeit zu beginnen. Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler werden dazu natürlich eingeladen.


Tolles „Duck-Down-Festival“ am Schloss Brake

Einfach mal zu lauter Musik abtanzen, Spaß haben, mit Freunden abhängen
und das Ganze in toller Atmosphäre. Das war der Wunsch vieler Jugendlicher
in Lemgo. Um das zu ermöglichen, hat sich Max-Henry Brehmeier, unterstützt
von seinem Team des AWO Kastanienhauses am Wall und vielen ehrenamtlichen
Helfern, an die Arbeit gemacht. Es entstand das „Duck-Down-Festival“
am Schloss Brake für Jugendliche ab 14 Jahren.

Auf dem Parkplatz neben der Schlossscheune wurde eine Bühne aufgebaut,
von der aus der DJ die Musik auflegen konnte. Solange es hell war, war nicht
so viel los, aber sobald die Dunkelheit kam, war der Platz vor der Bühne voll,
und es wurde nach Lust und Laune abgezappelt. Super Musik wurde gespielt,
und tolle Lichteffekte schmückten den ganzen Platz. Das Catering wurde vom
VfL Lüerdissen übernommen, die Getränkebude war in der Hand des TuS
Brake.

Damit auch jeder wusste, wer schon Alkohol trinken durfte, oder wer um 22
Uhr nach Hause musste, bekamen die Jugendlichen beim Eintritt Bändchen
um. Grünes Band bedeutete 16 Jahre oder älter, rotes Band bedeutete unter
16, heißt, kein Alkohol und um 22 Uhr ist Ende, gelbes Band bedeutet, unter
16, aber mit „Muttischein“, also kein Alkohol, aber Ausgang bis 24 Uhr. Wenn
auch oft die Augen verdreht wurden, wenn man nach den Bändchen fragte, die Regelung war wirklich gut.

Wenn sich einer der Jugendlichen daneben benahm, wurde er von den Helfern,
die die Aufsicht machten, höflichst zum Ausgang geleitet. So war gesichert,
dass es keinen Ärger gab und die anderen Jugendlichen ungestört
weiter feiern konnten. Alles in allem, fanden wir diese Aktion wirklich eine
tolle Sache. Falls nächstes Jahr wieder so ein Event ansteht, wird der TuS Brake gerne
wieder die Getränkebude betreiben, denn alle Helfer waren sich einig,
dass so eine tolle Aktion unterstützt werden muss, und Spaß gemacht hat es
auch noch!

Text: Sylvia Webel (TuS Brake)


Das neue „Kastanienblatt“ ist da

Viele der Angebote im KastanienHaus haben sich bewährt und gehen weiter. Natürlich gibt´s auch einige Neuerungen. Das Programm geht wieder los im Oktober und endet im März nächsten Jahres. Also, schauen Sie mal durch und achten Sie auf die Termine. Übrigens, Terminänderungen und andere wichtige Hinweise finden sie immer hier auf der Website.

Hier ist das neue Kastanienblatt. Blättern Sie es mal durch.


Da mach ich mit

Und schon ist es wieder soweit, das neue Mitmach-Programm 2. Halbjahr 2018 ist da! Auch dieses Mal gibt es viele verschiedene Aktionen und Angebote um euch Neues zu zeigen oder Altbewährtes zu vertiefen. Petra Junghans, die Leiterin des AWO-KastanienHauses am Wall und Sven Neese, der Leiter des AWO Stadtteiltreffs Biesterberg geben einige einführende Informationen. Sie schreiben:

„Jung-Alt“ Angebote sind auch wieder dabei, die von Kindern, Jugendlichen und Senioren gleichermaßen genutzt werden können.
Die Teilnahmegebühren sind nach wie vor äußerst moderat. Falls sich jemand trotzdem die Teilnahme nicht so einfach leisten kann, dann sprecht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kastanienhauses oder des Stadtteiltreffs einfach an, wir finden bestimmt eine Lösung!

Wer den letzten Anmeldetag am 5. Oktober verpassen sollte, kann sich trotzdem im Nachhinein bei uns melden, denn vielleicht lassen sich noch Restplätze für euch finden.

Das Jugendzentrum und der Stadtteiltreff Biesterberg haben sich auf jeden Fall wieder viel Mühe gegeben, Wünsche und Anregungen zu erfüllen und damit erneut ein buntes Programm zusammengestellt.
Also, schaut hier ins Mitmach- Programmheft und meldet Euch an!

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und wünschen allen viel Spaß, Freude und spannende Erlebnisse!

Wir danken auch der Stadt Lemgo für die finanzielle Unterstützung.“

 


Faire Mode in der Diskussion

v.l. Reinhard Maas, Ulrike Weßel u. Ute Koczy von der Lemgoer Fair-Trade-Initiative

Welche Kleidung kaufen wir, genauer, aus welchen Materialien ist sie gefertigt und unter welchen Bedingungen wird sie hergestellt? Zu diesen Fragen gab es im Kastanienhaus am Wall im Rahmen der „Fairen Woche“ eine angeregte und aufschlussreiche Diskussionsveranstaltung. Eingeladen hatte neben der AWO die Lemgoer Fair-Trade-Initiative, die mit großem Engagement dafür sorgt, dass sich der Fair-Trade-Gedanke in Lemgo weiter verbreitet, so dass Lemgo mit dem Titel „Fair-Trade-Town“ zertifiziert werden konnte. Die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Bauer überbrachte deshalb auch die anerkennenden Grußworte von Bürgermeister Dr. Austermann.

Spannend wurde die Diskussion insbesondere auch deswegen, weil sich mit Ulrike Weßel eine Vertreterin des bekannten Unternehmens KiK den kritischen Fragen stellte und zum anderen Reinhard Maas, Geschäftsführer der Maas-Naturwaren, bereits in der Praxis zeigt, dass 100% nachgewiesene fair produzierte und ökologische Kleidung angeboten werden kann.

Die Vertreter der Fair-Trade-Initiative hatten 2017 vor dem neu eröffneten KiK-Geschäft in Lemgo für die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der KiK-Lieferkette demonstriert. Ulrike Weßel stellte sich der Diskussion und beschrieb die Absichten, die auf freiwilliger Basis im „Textilbündnis“ entwickelt worden sind.  Als Antwort auf tragische Unfälle in Textilfabriken initiierte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller 2014 die Gründung des Textilbündnisses. Gemeinsam wollen die Bündnispartner – KiK gehört dazu – soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette erreichen. Basierend auf gemeinsam definierten Bündniszielen setzen sich alle Mitglieder verbindliche und nachprüfbare Ziele, die sie schrittweise ambitionierter gestalten wollen. Ergänzend werden gute Lösungsansätze mit konkreten Bündnisinitiativen in den Produktionsländern gefördert. Hier erfährt man, was KiK beabsichtigt.

Reinhard Maas von Maas-Naturwaren stellt heraus, dass Materialien von Pflanzen und artgerecht gehaltenen Tieren  die Grundlage der gesamten Produktpalette bilden.
„Wir verwenden fast ausschließlich Naturfasern aus nachwachsenden Rohstoffen, außer bei wenigen Ausnahmen, wo die Funktion einen Anteil an Kunstfasern erfordert. Wo immer möglich, setzen wir Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder Tierhaltung (kbT) ein.
Für uns sind die ethischen und sozialen Kriterien, unter denen unsere Kleidung angefertigt wird, genauso wichtig wie die ökologischen; Kinderarbeit und unwürdige Arbeitsbedingungen sind für uns tabu. Der Hauptteil unserer Kleidung stammt aus zertifizierten Betrieben, hauptsächlich in Deutschland und im europäischen Ausland. Fast alle Betriebe sind uns persönlich bekannt.“ Es wurde deutlich, dass KiK und Maas völlig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und unterschiedliche Marktanteile erreichen.

Beide Fachleute aus der Textilbranche waren sich einig: Die Freiwilligkeit im „Textilbündnis“ führe bei den Beteiligten zu guten Absichten, auch zu mehr Transparenz, aber nicht zwangsläufig zu einer wirklichen Verbesserung der Verhältnisse in den sogenannten Billiglohnländern.

Die Anwesenden stellten viele Nachfragen und diskutierten die Möglichkeiten von Kundinnen und Kunden, die jeweilige Geschäftspolitik zu beeinflussen. Sie waren sich mit den Firmenvertretern einig, Änderungen seien nur möglich mit klaren gesetzlichen Vorgaben, die länderübergreifend verabredet werden müssten.

 


Fünftes Faires Frühstück im KastanienHaus

Schon zum fünften Mal konnte Petra Junghans im KastanienHaus am Wall viele Gäste zu einem „Fairen Frühstück“ im Rahmen der bundesweiten „Fairen Woche“ begrüßen. Das sehr schmackhafte Frühstücksbüfett entstand aus fair produzierten und regionalen Bio-Produkten. Petra Junghans bedankte sich für die Unterstützung der Vollkornbäckerei Meffert, dem Biomarkt Denns und der Gärtnerei Uhlenburg. Vor allem aber galt ihr Dank den freiwillig Engagierten und dem KastanienHaus-Team für die Vorbereitungen und die Durchführung des Fairen Frühstücks. (siehe Foto)

In diesem Jahr geht es in der „Fairen Woche“ um das Thema „Faire Mode“. Die Lemgoer Fair-Trade-Initiative hat in verschiedenen Aktionen die Offenlegung der Lieferketten und Produktionsbedingungen für Kleidungsstücke gefordert. Längst nicht alle der großen Anbieter kommen dem nach. Rainer Kluckhuhn, Sprecher der Lemgoer Initiative, und Ute Koczy, die Geschäftsführerin, gaben aufschlussreiche Informationen dazu. Sie wiesen auf die Podiumsdiskussion hin, die unter dem Thema „Faire Mode – was zieht an“ am 13. September ab 19:00 Uhr im KastanienHaus stattfindet.

Petra Junghans, Leiterin des AWO-Begegnungszentrums, machte deutlich, weshalb sich die gesamte AWO und ganz besonders auch das Lemgoer KastanienHaus-Team für „Fair-Trade“ engagieren und Aktionen aktiv unterstützen. „Themen wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität sind seit 20 Jahren fest im Leitbild der AWO verankert und somit für uns Motivation und Auftrag, sich für diese Kampagne zu engagieren“, erklärte sie.

 


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