Das neue „Kastanienblatt“ ist da

Viele der Angebote im KastanienHaus haben sich bewährt und gehen weiter. Natürlich gibt´s auch einige Neuerungen. Das Programm geht wieder los im Oktober und endet im März nächsten Jahres. Also, schauen Sie mal durch und achten Sie auf die Termine. Übrigens, Terminänderungen und andere wichtige Hinweise finden sie immer hier auf der Website.

Hier ist das neue Kastanienblatt. Blättern Sie es mal durch.


Da mach ich mit

Und schon ist es wieder soweit, das neue Mitmach-Programm 2. Halbjahr 2018 ist da! Auch dieses Mal gibt es viele verschiedene Aktionen und Angebote um euch Neues zu zeigen oder Altbewährtes zu vertiefen. Petra Junghans, die Leiterin des AWO-KastanienHauses am Wall und Sven Neese, der Leiter des AWO Stadtteiltreffs Biesterberg geben einige einführende Informationen. Sie schreiben:

„Jung-Alt“ Angebote sind auch wieder dabei, die von Kindern, Jugendlichen und Senioren gleichermaßen genutzt werden können.
Die Teilnahmegebühren sind nach wie vor äußerst moderat. Falls sich jemand trotzdem die Teilnahme nicht so einfach leisten kann, dann sprecht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kastanienhauses oder des Stadtteiltreffs einfach an, wir finden bestimmt eine Lösung!

Wer den letzten Anmeldetag am 5. Oktober verpassen sollte, kann sich trotzdem im Nachhinein bei uns melden, denn vielleicht lassen sich noch Restplätze für euch finden.

Das Jugendzentrum und der Stadtteiltreff Biesterberg haben sich auf jeden Fall wieder viel Mühe gegeben, Wünsche und Anregungen zu erfüllen und damit erneut ein buntes Programm zusammengestellt.
Also, schaut hier ins Mitmach- Programmheft und meldet Euch an!

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und wünschen allen viel Spaß, Freude und spannende Erlebnisse!

Wir danken auch der Stadt Lemgo für die finanzielle Unterstützung.“

 


Faire Mode in der Diskussion

v.l. Reinhard Maas, Ulrike Weßel u. Ute Koczy von der Lemgoer Fair-Trade-Initiative

Welche Kleidung kaufen wir, genauer, aus welchen Materialien ist sie gefertigt und unter welchen Bedingungen wird sie hergestellt? Zu diesen Fragen gab es im Kastanienhaus am Wall im Rahmen der „Fairen Woche“ eine angeregte und aufschlussreiche Diskussionsveranstaltung. Eingeladen hatte neben der AWO die Lemgoer Fair-Trade-Initiative, die mit großem Engagement dafür sorgt, dass sich der Fair-Trade-Gedanke in Lemgo weiter verbreitet, so dass Lemgo mit dem Titel „Fair-Trade-Town“ zertifiziert werden konnte. Die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Bauer überbrachte deshalb auch die anerkennenden Grußworte von Bürgermeister Dr. Austermann.

Spannend wurde die Diskussion insbesondere auch deswegen, weil sich mit Ulrike Weßel eine Vertreterin des bekannten Unternehmens KiK den kritischen Fragen stellte und zum anderen Reinhard Maas, Geschäftsführer der Maas-Naturwaren, bereits in der Praxis zeigt, dass 100% nachgewiesene fair produzierte und ökologische Kleidung angeboten werden kann.

Die Vertreter der Fair-Trade-Initiative hatten 2017 vor dem neu eröffneten KiK-Geschäft in Lemgo für die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der KiK-Lieferkette demonstriert. Ulrike Weßel stellte sich der Diskussion und beschrieb die Absichten, die auf freiwilliger Basis im „Textilbündnis“ entwickelt worden sind.  Als Antwort auf tragische Unfälle in Textilfabriken initiierte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller 2014 die Gründung des Textilbündnisses. Gemeinsam wollen die Bündnispartner – KiK gehört dazu – soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette erreichen. Basierend auf gemeinsam definierten Bündniszielen setzen sich alle Mitglieder verbindliche und nachprüfbare Ziele, die sie schrittweise ambitionierter gestalten wollen. Ergänzend werden gute Lösungsansätze mit konkreten Bündnisinitiativen in den Produktionsländern gefördert. Hier erfährt man, was KiK beabsichtigt.

Reinhard Maas von Maas-Naturwaren stellt heraus, dass Materialien von Pflanzen und artgerecht gehaltenen Tieren  die Grundlage der gesamten Produktpalette bilden.
„Wir verwenden fast ausschließlich Naturfasern aus nachwachsenden Rohstoffen, außer bei wenigen Ausnahmen, wo die Funktion einen Anteil an Kunstfasern erfordert. Wo immer möglich, setzen wir Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder Tierhaltung (kbT) ein.
Für uns sind die ethischen und sozialen Kriterien, unter denen unsere Kleidung angefertigt wird, genauso wichtig wie die ökologischen; Kinderarbeit und unwürdige Arbeitsbedingungen sind für uns tabu. Der Hauptteil unserer Kleidung stammt aus zertifizierten Betrieben, hauptsächlich in Deutschland und im europäischen Ausland. Fast alle Betriebe sind uns persönlich bekannt.“ Es wurde deutlich, dass KiK und Maas völlig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und unterschiedliche Marktanteile erreichen.

Beide Fachleute aus der Textilbranche waren sich einig: Die Freiwilligkeit im „Textilbündnis“ führe bei den Beteiligten zu guten Absichten, auch zu mehr Transparenz, aber nicht zwangsläufig zu einer wirklichen Verbesserung der Verhältnisse in den sogenannten Billiglohnländern.

Die Anwesenden stellten viele Nachfragen und diskutierten die Möglichkeiten von Kundinnen und Kunden, die jeweilige Geschäftspolitik zu beeinflussen. Sie waren sich mit den Firmenvertretern einig, Änderungen seien nur möglich mit klaren gesetzlichen Vorgaben, die länderübergreifend verabredet werden müssten.

 


Fünftes Faires Frühstück im KastanienHaus

Schon zum fünften Mal konnte Petra Junghans im KastanienHaus am Wall viele Gäste zu einem „Fairen Frühstück“ im Rahmen der bundesweiten „Fairen Woche“ begrüßen. Das sehr schmackhafte Frühstücksbüfett entstand aus fair produzierten und regionalen Bio-Produkten. Petra Junghans bedankte sich für die Unterstützung der Vollkornbäckerei Meffert, dem Biomarkt Denns und der Gärtnerei Uhlenburg. Vor allem aber galt ihr Dank den freiwillig Engagierten und dem KastanienHaus-Team für die Vorbereitungen und die Durchführung des Fairen Frühstücks. (siehe Foto)

In diesem Jahr geht es in der „Fairen Woche“ um das Thema „Faire Mode“. Die Lemgoer Fair-Trade-Initiative hat in verschiedenen Aktionen die Offenlegung der Lieferketten und Produktionsbedingungen für Kleidungsstücke gefordert. Längst nicht alle der großen Anbieter kommen dem nach. Rainer Kluckhuhn, Sprecher der Lemgoer Initiative, und Ute Koczy, die Geschäftsführerin, gaben aufschlussreiche Informationen dazu. Sie wiesen auf die Podiumsdiskussion hin, die unter dem Thema „Faire Mode – was zieht an“ am 13. September ab 19:00 Uhr im KastanienHaus stattfindet.

Petra Junghans, Leiterin des AWO-Begegnungszentrums, machte deutlich, weshalb sich die gesamte AWO und ganz besonders auch das Lemgoer KastanienHaus-Team für „Fair-Trade“ engagieren und Aktionen aktiv unterstützen. „Themen wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität sind seit 20 Jahren fest im Leitbild der AWO verankert und somit für uns Motivation und Auftrag, sich für diese Kampagne zu engagieren“, erklärte sie.

 


Die AWO wird 100

2019 ist für die AWO ein besonderes Jahr. Am 13. Dezember feiert die AWO Geburtstag. Sie wird 100 Jahre alt. 1919 von Marie Juchacz gegründet, 1933 von den Nationalsozialisten verboten, entstand sie 1945/46 in Westdeutschland neu. Nach dem Mauerfall wurde die AWO auch in den neuen Bundesländern aktiv.  Schon diese Stichworte zeigen die wechselvolle Geschichte der AWO.

In 29 Landes- und Bezirksverbänden sind heute rund 330.000 Mitglieder, 65.000 Ehrenamtliche und 210.000 Beschäftigte in mehreren Tausend Einrichtungen und Gliederungen aktiv. Sie unterstützt seit Anfang an sozial Bedürftige und ist Trägerin von Sozialeinrichtungen.

Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Werte der AWO. Sie sollen von der AWO – in möglichst allen Gliederungen und Einrichtungen – im Jubiläumsjahr ganz besonders in den Mittelpunkt gerückt werden. „Wir alle brauchen diese Werte nötiger denn je, unsere gesamte Gesellschaft braucht sie“, waren sich die Mitglieder des lippischen Kreisvorstandes in einer Planungsdiskussion einig. Viele Ortsvereine, aber auch Kreis- und Bezirksverband werden diese Werte 1919 aufleben lassen.

Natürlich ist auch Interessantes über die Geschichte der AWO in Lemgo herausgefunden worden. Der AWO-Ortsverein ist im Jahre 1926 gegründet worden.


NRW-Landesvorsitzender der Grünen im KastanienHaus

Felix Banaszak (re.)
Foto: A. Hetland, LZ

Die Leiterin des KastanienHauses Petra Junghans und der Leiter der Abteilung Jugend und Familie bei der AWO OWL, Peter Buchmann sind erfreut, wenn auch aus dem übergeordneten Bereich der Politik konkretes Interesse am intergenerativen Konzept der Lemgoer Begegnungsstätte gezeigt wird – vor allem auch deshalb, weil der weitere Entwicklungsprozess immer auch Unterstützung braucht.

Deshalb begrüßten sie vor kurzem den Landesvorsitzenden der NRW-Grünen Felix Banaszak. Begleitet wurde er von der Ortsverbandssprecherin Tanja Kersting, vom Fraktionsvorsitzenden Burkhard Pohl sowie Kreisgeschäftsführerin Ingrid Koch und Sozialpolitikerin Gertrud Lehmann.

Petra Junghans und Peter Buchmann beschrieben, dass die Zusammenlegung von Jugendzentrum und Seniorentreff zu vielen positiven Effekten geführt habe: praktisch-organisatorisch, aber vor allem auch inhaltlich und persönlich. Die Zusammenlegung schaffe schon viele neue Begegnungen, doch sei es auch gelungen, den Jugendlichen genug Rückzugsräume zu lassen. Sie erläuterten die Chancen zu generationenübergreifenden Aktionen und Projekten. Immer wieder gebe es – manchmal auch spontan – solche Aktionen. Aber es bleibe vorrangiges Ziel, diese Möglichkeiten auszuweiten.

Felix Banaszak zeigte sich angetan: „Ich habe viele Einrichtungen in NRW besucht, aber diese Art der Miteinanders der Generationen ist einzigartig.“ Banaszak forderte mehr Augenmerk auf die Sozialpolitik: „Die Gesellschaft kann nur zusammen halten, wenn wir mehr Geld für die tägliche soziale Arbeit aufwenden.“

 

 


Bildergalerie: „Wallwoche“ hat viel Spaß gemacht

In der „Wallwoche“ herrschte vor dem KastanienHaus jeden Nachmittag ein wuseliges Treiben und mittendrin immer auch konzentriert beschäftigte Mädchen und Jungen, die in den Kreativzelten etwas malten oder bastelten. Natürlich gab´s auch ein Zelt mit Speisen, die von Jung und alt gemeinsam bereitet worden waren. Belagert auch die Hüpfburg für die Kleinen oder der Kletterbaum, an dem sich jede Anstrengung lohnte.

Jedenfalls hat es den Kindern, aber auch den Eltern und Großeltern viel Spaß gemacht. Eine Woche lang war nachmittags das KastanienHaus ein begehrtes Ziel in Lemgo.

Eindrücke aus der „Wallwoche“:

Zum Vergrößern auf ein Foto klicken – Galerie läuft dann automatisch ab.

 


Barbara Saleschs Lust auf Veränderung

Barbara Salesch erzählt im KastanienHaus aus ihrem Leben

„Barbara Salesch kenne ich gut“, erzählt eine junge Frau mit strahlendem Gesicht, „nach der Schule nachmittags um drei habe ich im Fernsehen immer die Gerichtsverhandlungen angeguckt.“ Man kann sicher sagen: Barbara Salesch hat das Rechtsbewusstsein von Jung und Alt bestimmt wesentlich geprägt. Von 2000 bis 2012 hat sie nicht weniger 2356 Fälle als Richterin in SAT I verhandelt. Eine solche Frau muss ja was zu erzählen haben, dachte sich das KastanienHaus-Team und verpflichtete Barbara Salesch für eine Lesung zu ihrem Buch „Ich liebe die Anfänge! – Von der Lust auf Veränderung“.

Zu diesen Veränderungen gehört auch, dass sie nach ihrer beruflichen und nach ihrer Fernsehkarriere Künstlerin, nämlich Malerin und Bildhauerin, geworden ist. Es macht ihr großen Spaß, ihren Enthusiasmus an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die Kinder, die während der „Wallwoche“ im Rahmen der Lemgoer Ferienspiele von Barbara Salesch zum Malen angeregt wurden, fanden toll, was so entstehen konnte. Die Einzelbilder wurden nämlich zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk zusammengefügt und im KastanienHaus aufgehängt.

Vor dieser Wand der Kinderkunstwerke saß Barbara Salesch am Abend und las vor einem natürlich dann älteren Publikum aus ihrem Buch – genauer: Sie erzählte spannende und lebendige Episoden aus ihrem Leben, die sie auch in ihrem Buch „Ich liebe die Anfänge! – Von der Lust auf Veränderung“ (Fischer-Krüger-Verlag) erwähnt. Barbara konnte witzig und pointiert erzählen und das Publikum im KastanienHaus in ihren Bann ziehen.

In ihrer schulischen und beruflichen Karriere ging sie nie einen geraden Weg, sie ließ sich immer wieder von ihrer zupackenden Spontanität leiten und verließ oft auch selbstbewusst die für eine Frau vorgesehenen Rollen. Sie ergriff oft die sich bietenden Chancen für Veränderungen. Nur so kam sie auch zu ihrer Rolle im Fernsehen und war jahrelang täglich zu sehen – mit nicht weniger als 17 000 Laien-Schauspielern. Und genau mit dieser Haltung begann sie nach ihrer Fernsehkarriere noch mal etwas Neues: Ihre große Leidenschaft ist die Kunst und sie betätigt sich als Malerin und Bildhauerin, weshalb sie ein Kunststudium an der Kunstakademie Bad Reichenhall begann.

Natürlich signiert sie „ihre“ Bücher

KastanienHaus-Leiterin Petra Junghans hob schon in ihrer Begrüßung die Bereitschaft hervor, auch im fortgeschrittenen Alter Neues zu beginnen. Dafür böte gerade auch das KastanienHaus viele Möglichkeiten. Barbara Salesch könne dabei Vorbild sein.


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